Für einen sofortigen Abschiebeschutz für afghanische Flüchtlinge

Mit der Begründung, Deutschland habe jetzt genug in die Sicherheit Afghanistans investiert und dann müssten die Afghanen sich in ihrer Heimat jetzt mal endlich selbst um ihre Sicherheit kümmern, ist kurz vor Weihnachten das erste Flugzeug mit knapp 40 abgeschobenen Afghanen Richtung Afghanistan geflogen.

Um die Situation zu diskutieren und zu überlegen, welche Schritte nach einem negativen Bescheid gegen eine Klage und bei einer Abschiebedrohung hilfreich sein können und ob es politische Aktionsmöglichkeiten gibt, den oben genannten Forderungen Nachdruck zu verleihen, fand am 11.1. um 19 Uhr eine Veranstaltung im Gemeindezentrum West der evangelischen Kirche Friedberg  statt.

Hier ein Bericht von der Veranstaltung: Große Anteilnahme am Schicksal Geflüchteter aus Afghanistan

Bei einer Ablehnung des Antrages durch das BAMF ist die Klagefrist relativ kurz: Bei „unbegründeten Anträgen“ 2 Wochen und bei „offensichtlich unbegründeten Anträgen“ nur eine Woche. Eine Klage kann der Betroffene und seine Helfer*in selbst erheben und an das zuständige Gericht schicken oder in Gießen zu Protokoll geben (Adresse findet man auf den Anträgen). Die Klage muss bei einer Entscheidung „offensichtlich unbegründet“ von einem Eilantrag auf „aufschiebende Wirkung der Klage“ begleitet werden, damit der Geflüchtete für die Zeit des Verfahrens vor Abschiebung geschützt ist. Beim 2. Formular ist dieser Antrag mit einem zusätzlichen Satz am Ende des Antrages eingefügt. Beide Formulare, die uns Rechtsanwalt Momberger zur Verfügung gestellt hat, finden Sie hier zum Ausdrucken:

klage ohne eilantrag

klage mit eilantrag

Zwar hat man nach der Klage etwas Zeit, es empfiehlt sich aber, zur später erforderlichen Begründung der Klage einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Hier gibt es weitere Hintergrundinformationen

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Integrationslots*innen für Ausbildung in Bad Nauheim gefunden

Seit 2001 arbeitet das IZF als gemeinnütziger Verein an einer Brückenfunktion zwischen den verschiedenen Bevölkerungsteilen Wetteraukreises mit dem Ziel, ein friedliches Zusammenleben in Wetteraukreis zu fördern. Oberstes  Ziel dabei ist die Förderung des Interesses aneinander und die gegenseitige Achtung und Akzeptanz. Um diesem Ziel näher zu kommen, sind seit Anfang 2010 Integrationslots*innen in Friedberg/Bad Nauheim und Umgebung im Einsatz. 2012, 2014, 2016 kamen jeweils weitere hinzu. Momentan sind ca. 27 Lots*innen im Einsatz. Da der Einsatz unter Trägerschaft des IZF und mit Unterstützung des Wetteraukreises sehr erfolgreich war und es weiter steigenden Bedarf am Einsatz von Integrationslots*innen in vielen Bereichen gibt, haben wir beschlossen, die Ausbildung von weiteren ehrenamtlichen Integrationslots*innen in Bad Nauheim zu organisieren. Wir haben jetzt 28 weitere Personen gefunden, die an diesem Ehrenamt Interesse haben und sich für die Ausbildung gemeldet haben. Damit ist Suche nach Teilnehme*innen abgeschlossen. Der Einsatz nach der Ausbildung soll maximal 6 Stunden pro Woche betragen, bei einer Aufwandsentschädigung von 5,- Euro pro Stunde, die vom Land Hessen bezahlt und über das IZF abgerechnet wird.

Die kostenlose Ausbildung soll März 2017, am Samstag,  den 11. März 2017 von 9.00 – 16.00 Uhr beginnen. Sie besteht aus 3 Modulen à 6 Stunden an Samstagen und 6 Modulen à 3 Stunden an Abenden ab 18.30 Uhr, insgesamt also 36 Stunden und soll im Juni abgeschlossen sein. So kann der Einsatz ab Herbst des Jahres 2017 beginnen. Die Ausbildung wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Eine Auftaktveranstaltung, zu der die Angemeldeten persönlich eingeladen werden, findet am Mittwoch den 01. März statt.

Hier eine aktueller Bericht aus der WZ über den Einsatz von Integrationslots*innen:

Integrationslotsen Arbeit und Ausbildung

 Hier der Flyer für die neue Ausbildung: flyer Basisquali Lotsen 2017 

Und hier der Bericht über die feierliche Ausgabe der Zertifikate an weitere 23 Integrationslots*innen im September 2016: Feier zur Ausgabe der Zertifikate 2016 

Unter „Weiterlesen“ können Sie mehr über die Hintergründe der Integrationslots*innen erfahren.

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Publiziert am von Florian Uebelacker | Hinterlasse einen Kommentar

Erfolgreiche Beteiligung am Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche

Bei wunderschönem Wetter war die Laune am IZF-Stand auf dem Weihnachtsmarkt am 3.11. trotz eisigen Temperaturen sehr gut. Zwei eingespielte Teams in zwei Schichten brieten Kartoffelpuffer auf Kartoffelpuffer und erhielten nur Lob von den Kund*innen. Besonderer Dank geht an Akram und Fahd aus Syrien, die professionell den größten Teil des Backens übernommen haben sowie an Hermon aus Somalia, die die richtige Portionierung vorgenommen hat. Ergebnis waren schließlich 680 Euro, von denen 10% an die ev. Kirchengemeinde als Veranstalter weitergegeben werden. Die gibt diesen „Zehnten“ dieses Jahr an den Phoolbaari Nepal e.V. Friedberg weiter.

Großer Andrang herrschte schon am frühen Vormittag

Großer Andrang herrschte schon am frühen Vormittag

Hier das 2. Team nachdem alle Kartoffelpuffer gebacken waren

Hier das 2. Team nachdem alle Kartoffelpuffer gebacken waren

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Projekt „Gesichter der Wetterau“

FOTOAUSTELLUNG  ZUM THEMA MIGRATION

Ein Projekt  des Internationalen Zentrum Friedberg e.V. und der Fotografen  Dieter Glogowski und Andrea Nuss.

NAME UND ZIEL DES PROJEKTS:  Gesichter der Wetterau

Ziel der Foto-Ausstellung ist es, aufzuzeigen wie vielfältig und selbstverständlich das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserem Landkreis Wetterau seit langem ist. Das Projekt soll damit einen Beitrag leisten, den Ängsten vor Zuwanderung und Überfremdung etwas positives entgegenzusetzen.

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Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Friedberg bleibt in Reserve

Nach den neuesten Entwicklungen ist es so, dass die Erstaufnahme-einrichtung in den Ray-Baracks gar nicht in Betrieb genommen wird: Büdingen ist statt mit 800 nur mit 350 Plätzten besetzt und auch in den anderen Einrichtungen gehen momentan die Zahlen zurück. Die hessische Landesregierung hat im April alle Erstaufnahmeeinrichtungen auf den Prüfstand  gestellt und so entschieden, dass auch andere Einrichtungen in Reservestellung bleiben, um bei einer erneuten Zunahme der Zahl von Geflüchteten darauf zurückgreifen zu können. Es ist unwirtschaftlich, bei nur zum Teil belegten Erstaufnahmeeinrichtungen neue in Betrieb zu nehmen, auch wenn sie inzwischen gut ausgestattet und fertig gestellt sind. Das kann sich trotz des EU-Abkommens, das das Individualrecht auf Asyl faktisch abschafft, allerdings wieder ändern. Die bisherige Entwicklung können Sie hier nachverfolgen:

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Zertifikate für 12 Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen

12 Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen erhalten Ihre Zertifikate nach sechsmonatiger Ausbildung und stehen zum Einsatz bereit

Mitte 2015 hatte die Ausbildung begonnen, jetzt war es soweit:  Im Friedberger Seniorenbegegnungszentrum erhielten 12 ehrenamtliche Männer und Frauen als neue Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen bei einer entspannten Feierstunde ihre Zertifikate. Sie stammen  aus unterschiedlichen Herkunftsländern wie Pakistan, Türkei, Vietnam, Indonesien und natürlich auch aus Deutschland und bringen Vielfalt in dieses Projekt. Hier der Pressebericht:

Ein Bild von der Feier und weitere Hintergründe unter

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Das Quartiersmanagement in Friedbergs Altstadt heißt jetzt Fünf-Finger-Treff

Tatsächlich ist jetzt im November 2016 der „Fünf-Finger-Treff“ wieder eröffnet worden, nachdem beide halbe Stellen besetzt sind. Träger ist das Diakonische Werk in Friedberg. Das hat die volle Stelle, die diesmal für  knapp 2 1/2 Jahre gesichert ist, in zwei halbe Stellen eingeteilt und eine der halben Stellen mit einem Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund besetzt. Prinzipiell  ist das richtige und trägt der Bevölkerungsstruktur in der Altstadt Rechnung. Klar ist: Nach den beiden bisherigen Anläufen muss wieder ganz von vorne begonnen werden. Daher ist wohl auch die ursprüngliche Konzeption modifiziert worden. Statt von Quartiersmanagement ist jetzt von Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche in der Altstadt die Rede. Genauere Informationen über die neue Konzeption für die Öffentlichkeit gibt es bisher noch nicht, außer, dass die beiden Sozialarbeiterinnen, die die Kinderfarm Jimbala im Rahmen der für drei Jahre finanzierten Jugendsozialarbeit ebenfalls im Fünf-Finger-Treff stationiert sind und auch das ev. Dekanat Wetterau sich mit seinem Internationalen Garten mit dem Fünf-Finger-Treff und der Kinderfarm vernetzt hat und so die „Manpower“ für die Sozialarbeit in der östlichen Altstadt in Friedberg verstärkt.

Hier ein Artikel in der WZ zur Wiedereröffnung vom 20.12.2016

Fünf Finger Treff Ankündigung Dezember 2016

Und hier der Link des Fünf-Finger-Treffs auf der städtischen Homepage

Die Tatsache, dass diese Sozialarbeit bei der Stadt, bei der Kinderfarm und beim Dekanat jeweils für 3 Jahre beschlossen wurde, könnte längerfristig eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität in der Altstadt haben. Hier der Artikel aus der WZ vom 11.10.16, der allerdings auslässt, dass es sich jetzt um den bereits 3. Anlauf handelt:

QM Oktober 2016 in der WZ

Hier können Sie mehr über die beiden vorherigen Anläufe erfahren: Weiterlesen

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Hier der Link zur alten Website in neuem Browser
old.Internationales-Zentrum-Friedberg.de

Ältere Beiträge auf dieser neuen Webseite wie den Auftritt der Refugees 2013 im Junity und die Lampedusakundgebung in Friedberg finden Sie im Archiv

Publiziert am von Florian Uebelacker | Hinterlasse einen Kommentar