Wetteraukreis wieder in vorderster Abschiebefront?

„Aus der Klinik abgeschoben“, so lautet die Überschrift in einem Artikel der Wetterauer Zeitung vom 18.3. 2017

Ein Drama, das an frühere Zeiten, vor der Wandlung der Ausländerbehörde in eine „Willkommensbehörde“ erinnert, hat sich kürzlich erneut im Wetteraukreis abgespielt. Das können sie in den beiden Artikeln aus Frankfurter Rundschau und der Wetterauer Zeitung lesen. Dabei deutet sich an, dass der Vorfall sich nicht in der Ausländerbehörde, sondern beim Fachdienst Migration abgespielt hat. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich den Text jetzt schon mehrfach etwas überarbeiten musste.

Abschiebungen-Psychiatrie GI und Ärzte (FR 15.03.17)

WZ Artikel zu Abschiebung aus der Klinik_0001

Hier der Link zu einem weiteren Bericht aus der FR, Reaktionen im Landtag

Damals wurde unser Freund Mustafa Alcali abgeschoben. Er wurde ebenfalls mit Hilfe eines Gutachtens eines der für solche Zwecke bestellten Arztes in Abschiebehaft genommen, wo er sich dann das Leben nahm. Seine Suizidgefährdung war ebenfalls vorher bekannt, wurde aber von dem Gefälligkeitsgutachter als nicht ernst zu nehmen vom Tisch gewischt. Vor diesem Hintergrund ist die Tatsache, dass ein Gutachten des Klinikarztes im jetzt vorliegenden Fall erneut im Wetteraukreis nicht ernst genommen wird, nur zynisch zu nennen.

Inzwischen wandelt sich die im letzten Jahr noch proklamierte „Willkommenskultur“ durch einen Politikwechsel in einen „Abschiebewahn“.  Der Kurs des Bundesinnenministers, der Kritik von rechts an der Flüchtlingspolitik durch wöchentliche Gesetzes- und Erlassverschärfungen gegen Asylsuchende entgegenzukommen, beflügelt auch die Scharfmacher in der Kreisverwaltung wieder. So zu sehen an der Klage, zu der sich der Leiter des Fachdienstes „Recht und Kommunalaufsicht“, Ernst Meiß,  gegen den Direktor des Zentrums für Psychiatrie in Gießen bemüßigt fühlt. Hier die Pressemeldung aus der WZ vom 21.3. 17 dazu: Kreis verklagt Direktor

Die oben genannten Vorgänge müssen große Zweifel daran aufkommen lassen, dass es sich beim damaligen Wechsel in der Kreispolitik um eine nachhaltige Entwicklung handelt.

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Für einen sofortigen Abschiebeschutz für afghanische Flüchtlinge

Der nächste Abschiebeflug soll in der letzten Märzwoche wieder von München aus stattfinden. Die Aktiven von Change.Org wollen eine Menschenkette organisieren.

Am Samstag, den 11.02. fand ein bundesweiter Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan statt. In diesem Rahmen hatte der HFR zu einer Demonstration in Wiesbaden aufgerufen. Hier der Bericht der Hessenschau zur Demonstration.

Hier ein Bericht über die Ängste einer ausreisepflichtigen afghanischen Familie: Wie es einer afghanischen Familie im Wetteraukreis geht

Bitte die Tipps vom Bayrischen Flüchtlingsrat anschauen:

Hier organisatorische, praktische und rechtliche Tipps vom Bayrischen Flüchtlingsrat

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Projekt „Gesichter der Wetterau“

FOTOAUSTELLUNG  ZUM THEMA MIGRATION

Ein Projekt  des Internationalen Zentrum Friedberg e.V. und der Fotografen  Dieter Glogowski und Andrea Nuss.

Die nächsten Fototermine bei Dieter Glogowski sind: 22.04. 17, 13.05. 17. Bei Interesse bitte melden unter: izf@x3x.de

NAME UND ZIEL DES PROJEKTS:  Gesichter der Wetterau

Ziel der Foto-Ausstellung ist es, aufzuzeigen wie vielfältig und selbstverständlich das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserem Landkreis Wetterau seit langem ist. Das Projekt soll damit einen Beitrag leisten, den Ängsten vor Zuwanderung und Überfremdung etwas positives entgegenzusetzen.

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Integrationslots*innen für Ausbildung in Bad Nauheim gefunden

Seit 2001 arbeitet das IZF als gemeinnütziger Verein an einer Brückenfunktion zwischen den verschiedenen Bevölkerungsteilen Wetteraukreises mit dem Ziel, ein friedliches Zusammenleben in Wetteraukreis zu fördern. Oberstes  Ziel dabei ist die Förderung des Interesses aneinander und die gegenseitige Achtung und Akzeptanz. Um diesem Ziel näher zu kommen, sind seit Anfang 2010 Integrationslots*innen in Friedberg/Bad Nauheim und Umgebung im Einsatz. 2012, 2014, 2016 kamen jeweils weitere hinzu. Momentan sind ca. 27 Lots*innen im Einsatz. Da der Einsatz unter Trägerschaft des IZF und mit Unterstützung des Wetteraukreises sehr erfolgreich war und es weiter steigenden Bedarf am Einsatz von Integrationslots*innen in vielen Bereichen gibt, haben wir beschlossen, die Ausbildung von weiteren ehrenamtlichen Integrationslots*innen in Bad Nauheim zu organisieren. Wir haben jetzt 28 weitere Personen gefunden, die an diesem Ehrenamt Interesse haben und sich für die Ausbildung gemeldet haben. Damit ist Suche nach Teilnehme*innen abgeschlossen. Der Einsatz nach der Ausbildung soll maximal 6 Stunden pro Woche betragen, bei einer Aufwandsentschädigung von 5,- Euro pro Stunde, die vom Land Hessen bezahlt und über das IZF abgerechnet wird.

Hier der Zeitplan für die Ausbildung 2017 in Bad Nauheim:

Zeitplan Basisausbildung Integrationslotsen

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Publiziert am von Florian Uebelacker | Hinterlasse einen Kommentar

Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Friedberg bleibt in Reserve

Nach den neuesten Entwicklungen ist es so, dass die Erstaufnahme-einrichtung in den Ray-Baracks gar nicht in Betrieb genommen wird: Büdingen ist statt mit 800 nur mit 350 Plätzten besetzt und auch in den anderen Einrichtungen gehen momentan die Zahlen zurück. Die hessische Landesregierung hat im April alle Erstaufnahmeeinrichtungen auf den Prüfstand  gestellt und so entschieden, dass auch andere Einrichtungen in Reservestellung bleiben, um bei einer erneuten Zunahme der Zahl von Geflüchteten darauf zurückgreifen zu können. Es ist unwirtschaftlich, bei nur zum Teil belegten Erstaufnahmeeinrichtungen neue in Betrieb zu nehmen, auch wenn sie inzwischen gut ausgestattet und fertig gestellt sind. Das kann sich trotz des EU-Abkommens, das das Individualrecht auf Asyl faktisch abschafft, allerdings wieder ändern. Die bisherige Entwicklung können Sie hier nachverfolgen:

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Zertifikate für 12 Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen

12 Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen erhalten Ihre Zertifikate nach sechsmonatiger Ausbildung und stehen zum Einsatz bereit

Mitte 2015 hatte die Ausbildung begonnen, jetzt war es soweit:  Im Friedberger Seniorenbegegnungszentrum erhielten 12 ehrenamtliche Männer und Frauen als neue Interkulturelle Seniorenbegleiter*innen bei einer entspannten Feierstunde ihre Zertifikate. Sie stammen  aus unterschiedlichen Herkunftsländern wie Pakistan, Türkei, Vietnam, Indonesien und natürlich auch aus Deutschland und bringen Vielfalt in dieses Projekt. Hier der Pressebericht:

Ein Bild von der Feier und weitere Hintergründe unter

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Das Quartiersmanagement in Friedbergs Altstadt heißt jetzt Fünf-Finger-Treff

Tatsächlich ist jetzt im November 2016 der „Fünf-Finger-Treff“ wieder eröffnet worden, nachdem beide halbe Stellen besetzt sind. Träger ist das Diakonische Werk in Friedberg. Das hat die volle Stelle, die diesmal für  knapp 2 1/2 Jahre gesichert ist, in zwei halbe Stellen eingeteilt und eine der halben Stellen mit einem Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund besetzt. Prinzipiell  ist das richtige und trägt der Bevölkerungsstruktur in der Altstadt Rechnung. Klar ist: Nach den beiden bisherigen Anläufen muss wieder ganz von vorne begonnen werden. Daher ist wohl auch die ursprüngliche Konzeption modifiziert worden. Statt von Quartiersmanagement ist jetzt von Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche in der Altstadt die Rede. Genauere Informationen über die neue Konzeption für die Öffentlichkeit gibt es bisher noch nicht, außer, dass die beiden Sozialarbeiterinnen, die die Kinderfarm Jimbala im Rahmen der für drei Jahre finanzierten Jugendsozialarbeit ebenfalls im Fünf-Finger-Treff stationiert sind und auch das ev. Dekanat Wetterau sich mit seinem Internationalen Garten mit dem Fünf-Finger-Treff und der Kinderfarm vernetzt hat und so die „Manpower“ für die Sozialarbeit in der östlichen Altstadt in Friedberg verstärkt.

Hier ein Artikel in der WZ zur Wiedereröffnung vom 20.12.2016

Fünf Finger Treff Ankündigung Dezember 2016

Und hier der Link des Fünf-Finger-Treffs auf der städtischen Homepage

Die Tatsache, dass diese Sozialarbeit bei der Stadt, bei der Kinderfarm und beim Dekanat jeweils für 3 Jahre beschlossen wurde, könnte längerfristig eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität in der Altstadt haben. Hier der Artikel aus der WZ vom 11.10.16, der allerdings auslässt, dass es sich jetzt um den bereits 3. Anlauf handelt:

QM Oktober 2016 in der WZ

Hier können Sie mehr über die beiden vorherigen Anläufe erfahren: Weiterlesen

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Hier der Link zur alten Website in neuem Browser
old.Internationales-Zentrum-Friedberg.de

Ältere Beiträge auf dieser neuen Webseite wie den Auftritt der Refugees 2013 im Junity und die Lampedusakundgebung in Friedberg finden Sie im Archiv

Publiziert am von Florian Uebelacker | Hinterlasse einen Kommentar