Katastrophale Lage auf den Griechischen Inseln

Die Abschottungspolitik der EU scheint bisher auch Anfang 2020 zu funktionieren. Ausgelöst wird sie durch die Blockadepolitik der von rechten Regierungen geführten EU-Staaten, die noch nicht einmal über die Aufnahme von Flüchtlingen diskutieren wollen. Allerdings kommt das wohl auch den übrigen Staaten inklusive der deutschen Regierung durchaus gelegen, denn die bisherigen Initiativen zur Verteilung von Flüchtlingen sind mehr als halbherzig und beschränken sich ab und an mal auf die im Mittelmeer aus Seenot Geretteten und damit auf eine sehr überschaubare Zahl. Berichte von den Flüchtlingslagern in Libyen (die man mehr als Gefangenen- und Folterlager bezeichnen muß) und von den griechischen Inseln zeigen die Not und das Elend der Schutzsuchenden und lassen jedem zu Empathie fähigen Menschen das Blut in den Adern gefrieren. Gleiches gilt für die tausenden von Geflüchteten, die in den Balkanländern gestrandet sind und jetzt im kalten Winter ohne Dach über dem Kopf und Heizung versuchen, weiter nach Westeuropa zu gelangen und an ihren Standorten von Hunger und Erfrieren bedroht sind.  All das wird als Abschreckungsszenario für die genutzt, die noch vorhaben, den unmenschlichen Zuständen in ihren Heimatländern oder in den provisorischen Flüchtlingslagern rund um Syrien zu entkommen. Vor diesem Hintergrund kann man die EU nicht mehr als Wertegemeinschaft für Menschenrechte bezeichnen.

Hier eine Bericht des Mediendienstes Migration zur Lage von Flüchtlingen auf den griechischen Inseln.