Sprachkurse für Flüchtlinge sind teilweise ausgesetzt

Innenminister Dobrindt hat ohne Vorankündigung das BAMF angewiesen, die Anträge auf Teilnahme an einen Sprachkurs zu überprüfen und bereits geplante Kurse so lange auszusetzen, bis die Überprüfung abgeschlossen ist. Damit ist das gesamte System der Integration durch Sprache gefährdet und wir auf jeden Fall geschädigt, weil Sprachkursanbieter die bereits geplanten Kurse nicht anbieten und einen Teil ihrer Spachlehrer*innen nicht werden halten können. Das ist absolute Stümperei und eine Missachtung all derer, die von sich aus den festen Willen haben, sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen. Mehr noch, man muss davon ausgehen, dass Integration gar nicht mehr gewünscht ist und man die Gelder, die man in den Spracherwerb investieren wollte, bei Menschen einsparen will, die man ohnehin wieder abschieben möchte. Besonders betroffen sind die neu ankommenden Ukrainer*innen, die nicht mehr Bürgergeld erhalten und daher keine kostenlosen Integrationskurse mehr angeboten bekommen. Ein Aufschrei muss durch unsere Gesellschaft gehen, und das tut er auch. Zahlreiche Organisationen und Sprachkursanbieter setzen sich für die Fortführung der kostenlosen Sprachkursangebote  als wichtigste Integrationsinstanz für Erwachsene ein.

Hier ein Link zu Untersuchungen des Mediendienstes Integration zu den Sprachkursen und Menschen, die sie brauchen.

Der Ausländerbeirat Butzbach wendet sich in einer Presseerklärung vom 10.02.26 ebenfalls gegen Aussetzung und Kürzungen bei den Integrationskursen, wie Sie hier lesen können.

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