Runde Tische – Flüchtlingsunterbringung

Hier ein Bericht des Mediendienstes Migration über eine wissenschaftliche Studie der Robert Bosch Stiftung: „Wie 2015 die Integrationspolitik verändert hat“ 

Anfang 2020 hat sich die gesamte Situation etwas geändert. Nachdem einige Jahre lang die Kommunen für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig waren, hat der Wetteraukreis jetzt die Unterbringung wieder übernommen. Zum Teil laufen die Verhandlungen zwischen Kommunen und Kreis noch. Wie immer geht es ums Geld: Der Wetteraukreis kann die Unterbringung „verdichten“, das bedeutet mehr der ca. 3.000 Flüchtlinge in Unterkünften auf weniger Raum unterbringen und unrentable Wohnungen oder solche mit „Knebelmietverträgen“ kündigen. Das hat natürlich finanzielle Vorteile für den Kreis, aber auch Nachteile für Flüchtlinge, die sich wohnraummäßig verschlechtern und bisher auf dem öffentlichen Wohnungsmarkt große Probleme haben, Wohnraum zu finden.

Die Runden Tische haben inzwischen wesentlich weniger Ehrenamtliche und auch keine Kapazitäten für neu ankommenden Flüchtlinge mehr frei, weil die Unterstützung „ihrer“ Flüchtlinge nach wie vor viel bürokratische Arbeit erfordert.

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Zunächst einige Zahlen im November 2017: Ziemlich genau 3500 Flüchtlinge leben in den Flüchtlingsunterkünften  im Wetteraukreis. In 256 kommunalen Einrichtungen sind es 2850, der Rest in 10 privat betriebenen Unterkünften und denen des Wetteraukreises. Die Gesamtaufnahme im Jahr 2017 wird etwa 1000 Personen betragen, von denen aber die Abgänge angezogen werden müssen.

Etwa 40% der Flüchtlinge sind anerkannt, viele warten noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens. Etwa 1000 Flüchtlinge sind 2017 aus den Unterkünften ausgezogen, ca. 800 davon in Privatwohnungen.  Sie müssen den Flüchtlingszahlen noch hinzugerechnet werden, ebenso wie bereits in den Vorjahren ausgezogene, die größtenteils schon gut integriert sind.

Seit etwa Mitte 2012 sind die Flüchtlingszahlen erheblich angewachsen. Die Behörden sind dem Ansturm, verursacht durch eine Verschärfung der Krisen in Nahost und Afrika, nicht mehr gewachsen. Um die erforderlichen Unterbringung zu bewältigen, sind neue Lösungen gefragt: Was die Behörden auf Bundes- und Landesebene nicht mehr schaffen erfordert neue Initiativen. Von unten werden die Forderungen immer lauter dezentral in den Kommunen sich zusammensetzen und konkrete Hilfen anzubieten.

Hier finden Sie neue Forschungsergebnisse (Juli 2017) des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück (IMIS) und des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC)

Das IZF unterstützt die ehrenamtlichen Sprachkurse in Friedberg und Bad Nauheim, die z.T. von Mitgliedern des IZF organsiert und durchgeführt werden.

Hier ein Beispiel aus Bad Nauheim:

Sprachkurs Bad Nauheim

In Friedberg koordiniert IZF-Mitglied Beate Neuwirth die ehrenamtlichen Sprachkurse.

Das hat im Wetteraukreis insgesamt gut funktioniert. Die AG-Flüchtlingshilfe Wetterau hat sich zur Aufgabe gestellt, die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer zu vernetzen, mit Informationen zu versorgen und so dazu beiztragen, dass Integration in den Kommunen stattfinden kann. hier der Link zur AG.

Hier ein Link zu einem Jederland-Konzert, das des IZF in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch für Flüchtlinge, dem Junity und Kai Michel organisiert hat.

Auch auf der IZF-Seite gibt es unter den Unterpunkten des Menüs Runde Tische viele aktuelle und hilfreiche Informationen.

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