Über uns

Das Internationale Zentrum Friedberg ist ein politisch ausgerichteter Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat in Friedberg und im Wetteraukreis die Themen Migration, Bleiberecht und kulturellen Austausch zu begleiten. Das IZF setzt sich für ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben aller Einwohner Friedbergs ein. Es stellt Verbindungen her zwischen Alteinwohnern Friedbergs und Zuwanderern. Gemeinsame Kulturveranstaltungen geben Einblicke in die Lebenssituation der Einwohner verschiedener Herkunft und laden zum Kennenlernen und Austausch ein.

Historie
Der Verein IZF ist entstanden aus der Lokalen Agenda 21 Friedberg. Er wurde 2001 mit dem Ziel „Förderung eines friedlichen und konstruktiven Zusammenlebens in Friedberg“ von etwa 10 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. So ist das  IZF auch heute noch aktives Mitglied in der Lokalen Agenda 21 der Stadt Friedberg.

Die inhaltliche Arbeit
Die Herausforderung besteht darin, Vorurteile, die den jeweils Anderen gegenüber bestehen, abzubauen. Sie führen oft bei den Zuwanderern zur Abkapselung und bei den Alteinwohnern zu Desinteresse bis hin zur Ablehnung. Zuwanderung gibt es schon lang, aber es gab keinen Einsatz und keine Anerkennung für Integration. So haben sich die oben angeführten Tendenzen auf beiden Seiten verfestigt. Daher sehen wir unsere Aufgabe darin, genügend engagierte Mitarbeiter auf beiden Seiten zu finden, die bereit sind, eine Brückenfunktion für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen, das nicht nur von Zuwanderern, sondern auch von den Alteinwohnern eine interkulturelle Öffnung den jeweils Anderen gegenüber erfordert.

Schwerpunkte unserer Arbeit, politische Arbeit & Vernetzung
Seit 2012 betreibt die Stadt Friedberg gemeinsam mit dem Sanierungsträger (anfangs in Zusammenarbeit mit der Nassauische Heimstätte) eine Quartiersarbeit in der Friedberger Altstadt. Das IZF unterstützt diese Arbeit. Die Quartiersarbeit im Fünf-Finger-Treff wird sich für Bürgerbeteiligung, ein friedliches Zusammenleben und mehr Lebensqualität in der Altstadt einsetzen. Ziel ist es, durch gemeinsame Aktionen wieder festere nachbarschaftliche Beziehungen wachsen zu lassen. Die Zusammenarbeit aller an der Altstadt interessierten Personen, Institutionen und Organisationen hat dabei größtes Gewicht. Durch zwei längere Unterbrechungen hat das Vertrauen in die Quartiersarbeit bei den Alteinwohnern stark gelitten. Hinzu kam, dass der Bürgermeister das IZF nur als Kooperationspartner akzeptiert hätte, wenn es die Trägerschaft des QM übernommen hätte. Das war aus personellen Gründen nicht möglich. Mitglieder des IZF unterstützen die Arbeit des inzwischen zum „Fünf-Finger-Treff“ umbenannten QM auch so. (Siehe Unterpunkt „Quartiersmanagement“ im Menüpunkt „Verein“.)

Das IZF Beteiligt sich an der Interkulturellen Woche im Wetteraukreis mit eigenen Bildungs- und Kulturveranstaltungen zur Förderung von Integrationsprozessen. Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat und allen Organisationen und Institutionen, die sich mit Migration und Integration beschäftigen. So mit den Erstberatungsstellen für Migranten des DRK und des IB So auch mit der Fachstelle Migration und dem Integrationsbeauftragten des Wetteraukreises sowie Der FAB (Frauen Arbeit Bildung). Der Verein konnte mit anderen Initiativen erreichen, dass mehrere Familien, die abgeschoben werden sollten, jetzt gut integriert in Friedberg leben. Das ist einer der Gründe, warum das Verhältnis zur Ausländerbehörde des Wetteraukreises eher als gestört zu bezeichnen ist. Durch Vernetzung und persönliche Zusammenarbeit ist das Verständnis verschiedener Bevölkerungsgruppen in Friedberg füreinander gewachsen. Durch die jahrelange praktische Arbeit hat sich viel Kompetenz bezüglich Zuwanderung und Integration im Verein angesammelt, die zum Wohle des Gemeinwesens eingesetzt wird.

Ausbildung und Einsatz von Integrationslotsen                  

Seit dem Jahr 2010 bildet das IZF Integrationslots*innen aus und setzt sie als Hilfe zur Integration bei Zuwandern und ihren Familie ein, wenn diese das wünschen. Das Geld für die Ausbildung und eine Aufwandsentschädigung wird beim WIR-Projekt des Landes Hessen beantragt.

Asyl-, Flüchtlings– und Bleiberecht
Wir müssen immer wieder feststellen, dass die Ausländerbehörde des Wetteraukreises sowie verantwortliche Stellen des Regierungspräsidiums und des Landes Entscheidungen treffen, die sich fatal sowohl auf die Einwandererfamilien als auch auf ihre gewachsenen Freundeskreise auswirken. Das IZF bietet an: Politische Unterstützung von im Wetteraukreis lebenden Flüchtlingsfamilien bei ihrem Kampf gegen Abschiebung. Familien mit gut integrierten Kindern sind im besonderen Maße zu schützen.

Internationales Spielefest
Wichtigste Aktivität ist das jährlich stattfindende Internationale Spielefest auf der Seewiese, kurz vor den Sommerferien. Es findet in 2014 Jahr bereits zum 13. Male statt und wird vom IZF, Ausländerbeirat Friedberg, Kinderfarm Jimbala, Sportkreis Wetterau und vielen Initiativen organisiert. Spiel, Spaß, Tänze, Musik und Kulinarisches aus Kulturen der ganzen, einen Welt !

Professionelle Rechtsberatung
Monatliche kostengünstige Rechtsberatung für eine Pauschale von 10 Euro in Zusammenarbeit mit zwei Rechtsanwälten, Christof Momberger für Asyl-, Ausländer- und Familienrecht und Gottfried Krutzki für Sozial- und Arbeitsrecht. Termine finden Sie rechts auf dieser Website.

Initiative Mitarbeit beim Runden Tisch für Flüchtlinge in Friedberg und AG-Flüchtlingshilfe Wetteraukreis

Aus den Konflikten mit der Ausländerbehörde bezüglich des Bleiberechtes für Flüchtlinge und eine Willkommenskultur hat sich der Arbeitskreis Flüchtlinge gebildet. Nachdem sich nach einer großen Demonstration gegen Abschiebeversuche die Ausländerbehörde durch vom Landrat vorgenommene Umstrukturierungen  in der Tendenz von einer Abwehr- zu einer Willkommensbehörde verändert hat, wurde aus dem Arbeitskreis Flüchtlinge die AG-Flüchtlingshilfe Wetterau, in der inzwischen die meisten der an der Integration von Flüchtlingen beteiligten Bürger*innen, Organisationen und Behörden zusammenarbeiten und versuchen, ihre unterschiedlichen Sichtweisen in eine gemeinsame Integrationsarbeit einzubringen.

Im Zuge der Entscheidung des Wetteraukreises, Flüchtlinge den Kommunen zuzuweisen, sind in fast allen Kommunen des Kreises Runde Tische für Flüchtlinge entstanden. Ziemlich zuletzt in Friedberg, weil sich hier die Politik vom Bürgermeister bis über fast alle Parteien anfangs weigerte, die Integration von Flüchtlingen überhaupt als politische und soziale Aufgabe anzuerkennen. Der unbeirrten Arbeit des IZF ist es zu verdanken, dass seit 2015 auch in Friedberg Bürger*innen, die Kirchengemeinden und die Verwaltung an der Unterstützung und Integration der Geflüchteten zusammenarbeiten.