Untersuchung von Konflikten und Verhalten in Asylunterkünften und ihrer Ursachen

Immer wieder hört man in der Öffentlichkeit von Konflikten in Unterkünften für Geflüchtete, die auf großes Unverständnis in der Öffentlichkeit führen und häufig auf Charakterschwäche der Flüchtlinge, „kulturellen Defiziten“, religiösem Fanatismus oder besonderen Brutalität von Menschen verschiedener Herkunftsländer zurückgeführt werden. Diese Konflikte wachsen mit der Länge der erzwungenen Verweildauer in den Flüchtlingswohnheimen, die neben der langen Dauer der Asylverfahren auch dem großen Mangel an bezahlbaren Wohnraum geschuldet ist. So bleibt einer großen Anzahl  anerkannter Flüchtlinge nur die Möglichkeit, weiter in der zugewiesenen Unterkunft zu bleiben, solange sie keine Wohnung finden. Die Berichte über diese Konflikte reduzieren ihrerseits die Bereitschaft von Wohnungseigentümer*innen, an anerkannte Flüchtlinge zu vermieten.

Aus diesem Teufelskreis und der Unmenschlichkeit eine längeren Zusammenpferchens einer großen Anzahl von Menschen in großen Unterkünften ergibt sich umso mehr die Notwendigkeit für die verantwortlichen Behörden, Zeiträume der Zwangsunterbringung zu verkürzen und in die Unterkünfte präventiv zu gestalten.

Aufschluss über diese Zusammenhänge und Forderungen für Lösungsmöglichkeiten finden Sie in der Ende 2017 erstellten Untersuchung: „KONFLIKTE IN UNTERKÜNFTEN FÜR GEFLÜCHTETE IN NRW“ \ SIMONE CHRIST, ESTHER MEININGHAUS, TIM RÖING, BICC \ WORKING PAPER 3 \ 2017 und Vorschlägen für Lösungsmöglichkeiten: „Studie zu Konflikten in Unterkünften für Geflüchtete: Ergebnisse“.

Konflikte in Unterkünften für Geflüchtete

Ergebnisse und Vorschläge