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| Politische Lösungen sind gefragt |
Nur ein humanes Bleiberecht kann für lange in Deutschland lebende und geduldete Flüchtlinge eine Lösung bringen
Nach erneuten Abschiebefällen und Drohungen damit im Wetteraukreis ist jetzt eine Diskussion entstanden, die unserer Ansicht nach im konkreten Fall nachvollziehbar ist, am eigentlichen Problem aber vorbei geht, weil es nur auf der Verwaltungsebene angesprochen wird. Daher habe ich versucht, die Thematik vor dem politischen Hintergrund deutlich zu machen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
Die konkreten Abschiebefälle im Wetteraukreis und das Auslaufen der „Aufenthaltserlaubnisse auf Probe“ zum Ende 2011 sollten Anlass sein, sich etwas grundsätzlicher mit dem Thema „geduldete Flüchtlinge“ zu beschäftigen.
Vor allem in den 90er Jahren haben viele Flüchtlinge in Deutschland Asyl gesucht. Die Kriterien waren streng und es gab und gibt bis heute kaum eine andere Möglichkeit für Menschen aus nichteuropäischen Ländern, nach Deutschland einzuwandern. Um nicht gleich als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt zur werden, haben sicher Flüchtlinge auch falsche Angaben über ihre Herkunft gemacht und sind ohne Papiere eingereist. Wurde der Asylantrag abgelehnt, konnten sie trotzdem nicht abgeschoben werden, weil Gefahr für Leib und Leben drohte oder der Herkunftsort nicht bekannt war. Viele kamen auch aus den ehemaligen jugoslawischen Landesteilen, wobei heute vielfach davon ausgegangen wird, dass die Fluchtursachen weggefallen sind. Sie wurden „geduldet“. Das bedeutete für viele, einmal im Vierteljahr oder gar monatlich eine Verlängerung der Duldung bei der Ausländerbehörde zu beantragen, woraus die so genannten Kettenduldungen entstanden. Da gab es überhaupt keine längerfristige Lebensperspektive und die stete Angst, doch abgeschoben zu werden. Betroffen davon sind in Deutschland immerhin etwa 200.000 Personen.
Viele dieser Menschen haben sich unendlich Mühe gegeben, sich trotz aller Widrigkeiten in Deutschland einzuleben und hier akzeptiert zu werden. Und Widrigkeiten gab es viele. Besonders zu nennen sind hier neben den Kettenduldungen die Residenzpflicht, die die Bewegungsfreiheit der Betroffenen auf den Landkreis, in dem sie untergebracht wurden, einschränkte, und das Verbot einer Arbeitsaufnahme. So sind viele Betroffene auf Leistungen des Staates nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angewiesen, die noch erheblich unter den Hartz IV Leistungen liegen, obwohl sie unbedingt arbeiten wollen. Dies sei besonders angemerkt, wenn von Seiten des Wetterkreises auf die Höhe von erhaltenen Sozialleistungen hingewiesen wird. Dem Internationalen Zentrum Friedberg sind jedenfalls Menschen bekannt, die gerne arbeiten würden, wenn sie denn von der Ausländerbehörde eine Arbeitserlaubnis erhielten. Da sich diese Situation nun schon über ein Jahrzehnt hinzieht, sind inzwischen viele Kinder nachgewachsen und viele Jugendliche, die ohne Eltern eingereist sind, im arbeitsfähigen Alter und kennen nur Deutschland als ihre Heimat. Durch das bestehende Recht sind sie dennoch „Geduldete“ und werden verantwortlich gemacht für Falschangaben ihrer Eltern, wenn sie nicht gerade zeitweise unter eine der inzwischen immer wieder nachgeschobenen Ausnahmeregelungen fallen. Die Innenministerkonferenz hat dieser Situation Rechnung getragen, indem sie betroffenen Familien 2007 eine Aufenthaltserlaubnis auf Probe für 2 Jahre gegeben hat. Voraussetzung war, dass sie schon über 6 Jahre in Deutschland lebten und dass sie nicht straffällig geworden sind, wobei auch Verstöße gegen das Ausländerrecht hinzugezählt wurden. Dazu gehören vor allem sogenannte Scheinehen und Falschangaben über den Herkunftsort, aber auch Verstöße gegen die Residenzpflicht oder Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis. Innerhalb dieser 2 Jahre sollten die Familien es schaffen, sich von eigener Arbeit zu unterhalten. Dann kam die Finanzkrise mit steigender Arbeitslosigkeit und so wurde die Aufenthaltserlaubnis auf Probe von den Innenministern nochmals verlängert bis zum Ende 2011. Die Unsicherheit für die Familien wurde damit über 4 Jahre verlängert und so stehen wir heute vor dem Problem, dass viele dieser Familien nicht seit 8, sondern seit 12 oder gar noch mehr Jahren hier sind und bisher nicht abgeschoben werden „konnten“. Leidtragende sind vor allem die Kinder und Jugendlichen, denen eine sichere Zukunftsperspektive verbaut wird.
Wie kann es vor diesem Hintergrund eine Behörde des Wetteraukreises als Erfolg verbuchen, wenn sie es nach über 10 Jahre währendem zähen Kampf endlich schafft, Familien aus ihrem inzwischen gewachsenen sozialen Umfeld herauszureißen und Jugendliche in eine Umgebung abzuschieben, die sie nur vom Hörensagen kennen? Dort haben sie keinerlei Perspektive, nachdem sie sich in Deutschland eine gute Schulbildung angeeignet haben und hier gerne ihre Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft einsetzen würden, wenn man sie ließe.
Auf der letzten Innenministerkonferenz im Dezember gab es keine Einigung über die verfahrene Situation. Der hessische Innenminister Boris Rhein ließ jedoch durchblicken, dass ihm eine nochmalige Verlängerung der Aufenthaltserlaubnisse auf Probe vorschwebe. Damit ist er zwar einsichtiger als viele seiner Innenministerkollegen, aber eine grundsätzliche Lösung wird damit weiter verschleppt mit allen traumatisierenden Nebenwirkungen vor allem für Kinder und Jugendliche.
Wichtig wäre nach unserer Ansicht ein pragmatischer Schritt: Die Anerkennung, dass es langjährige Flüchtlinge in Deutschland gibt, die sich integriert haben und deren Legalisierung nach humanen Kriterien. Eine solche Lösung steht an, will man nicht die Augen vor der Realität verschließen und die bereits angerichteten Schäden an Gesundheit und Psyche der Betroffenen weiter vergrößern sowie Behördenkapazitäten bei einem unwürdigen Katz und Maus „Spiel“ vergeuden.
Der Wetteraukreis und seine Ausländerbehörde sollten die Vorbereitung von Abschiebungen aussetzen (Moratorium) und ihre Aufgabe darin sehen, solchen Flüchtlingen bei der formellen Integration zu helfen (die soziale haben viele bereits gemeistert), bis hin zur Erlangung der Deutschen Staatsbürgerschaft. Und da liegen auf jeden Fall auch heute schon Ermessenspielräume, wie Ausländerbehörden in anderen Landkreisen sie ohne Probleme nutzen. Dabei kann mit vielen Organisationen und Initiativen zusammengearbeitet werden, die diese Menschen lieb gewonnen haben und sie unterstützen.
Auf Landesebene muss ein Gesetz für ein humanes Bleiberecht endlich verabschiedet werden, um den Betroffenen eine Lebensperspektive zu geben, unter der sie ihr ganzes Wollen und Können entfalten können. Auf Bundesebene wäre endlich ein schon lange überfälliges Einwanderungsgesetz nötig, um Menschen, die unbedingt nach Deutschland wollen, unter Nennung von realistischen Vorleistungen die legale Möglichkeit dazu zu geben. Angewiesen ist Deutschland darauf ohnehin. Johannes Hartmann, Vorsitzender des IZF
Zur Thematik hat die Wetterauer Zeitung auch ein Interview mit Johannes Hartmann gemacht, das am 5.1. erschien. Das können Sie unter "Mehr lesen" anklicken. Dort kann man auch den Artikel in der WZ über die Familie Heidu lesen, der einen kleinen Einblick in die Situation von geduldeten Familien gibt. Außerdem können Sie eine Pressemitteilung des Altenstädter Freundeskreises e.V. zum Thema dort lesen. Er enthält konkrete Fälle aus dem Altenstädter Raum und Infos über die momentane hessische Flüchtlingspolitik
Hier wäre als Info noch Folgendes anzuführen: Jahrelang ist die Zahl der Asylbewerber in Deutschland vor allem aufgrund des "Dublin II Abkommens" (Menschen müssen in dem Land Asyl beantragen, in dem sie zum ersten Mal europäischen Boden betreten haben) auf bis zu 21.000 pro Jahr in der gesamten BRD ständig gesunken. Das führte dazu, dass der Wetteraukreis die Institution "Flüchtlingshilfe" aufgelöst hat, die in den Zeiten größeren Andrangs in Zusammenarbeit mit Wetteraukreis, Kommunen und Kirchengemeinden eigene Häuser für die Unterbringung von Asylbewerbern betrieben hat. Daher müssen jetzt wieder private Unterbringungsmöglichkeiten angemietet werden. Dies hatte in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass sich Privatbetreiber auf Kosten des Wetteraukreises und auf Kosten der Lebensbedingungen von Asylbewerbern "goldene Nasen" verdient haben. Wenn sich die Asylbewerberzahlen auf Grund der unsicheren Verhältnisse in den Herkunftsländern und der nicht mehr vorhandenen Aufnahmekapazitäten in Griechenland und Italien weiter erhöhen sollten, besteht hier erneut Handlungsbedarf, z.B. durch Reaktivierung der Flüchtlingshilfe (falls dies praktisch möglich ist). J.H. |
| Erneute Abschiebung aus dem Wetteraukreis |
Bitte unterstützt die Petition unten auf dem Link. Dort gibt es auch weitere Infos. Man sieht daran auch wieder: Keiner der uns bekannten Geduldeten ist wirklich sicher. Daher ist es umso wichtiger, sich auf der Ebene des Wetteraukreises für einen anderen Umgang mit langjährigen Flüchtlingen und auf der Ebene des Landes für ein gesichetres Bleiberecht einzusetzen. (Joh.)
Liebe Freunde, Kollegen, Bekannte und Leute, die sich solidarisch erklären wollen! In Altenstadt ist der gebürtige Armenier Mamikon Sogamanian, sein Bruder Mikran und seine Mutter in einer Nacht und Nebelaktion überraschend abgeschoben worden. Mikran und seine Mutter waren am Mittwoch auf dem Ausländeramt in Büdingen und wollten ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern lassen. Urplötzlich standen mehrere Polizeibeamte im Zimmer und teilten den beiden mit, dass sie unverzüglich nach Armenien abgeschoben würden. Mit ca. 20 Polizisten wurden die beiden zu ihrer Wohnung gefahren. Die Wohnung wurde umstellt und der erkrankte Bruder (Mamikon) aus dem Bett geholt, mit der Aufforderung, nur das Nötigste zu packen (10 Uhr). In Handschellen abgeführt wurden die 3 sofort zum Flughafen Ffm gefahren. Um 15 Uhr saßen sie im Flugzeug und wurden nach Moskau ausgeflogen. Mamikon(20) erlitt noch auf dem Flug einen Kollaps, sein Bruder Mikran(26) versuchte sich das Leben zu nehmen und die Mutter bekam einen Herzinfarkt. Sie befinden sich z.Zt. in einem Krankenhaus in Moskau. Den Vater, der selbst schwerst Herzkrank ist, hat man nicht abgeschoben, da den Beamten das Risiko zu groß war. Dieser ist aber auf die Hilfe seiner Frau bzw. seiner Familie angewiesen! Mamikon und Mikran haben beide gearbeitet. Die Familie ist sozial integriert. Mamikon betreut seit 3 Jahren eine Jugendmannschaft Basketball des VfL Altenstadt. Er selbst hat noch letztes Wochenende in der Herrenmannschaft des VfL gespielt ( siehe Kreisanzeiger Büdingen, Lokalsport, Freitag 16.12.)und sogar die Schiedsrichterlizens erworben. Mamikon und seine Familie leben seit nunmehr 14 Jahren in Altenstadt. Das Mindeste, was man für die Familie tun kann, ist, die Petition zu unterstützen. Ich bitte um rege Beteiligung LG Ingrid (Eiselt) Martin Bildhäuser http://www.openpetition.de/petition/online/wir-holen-migran-und-mamikon-und-deren-mutter-zurueck
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| Hinweise zur Nutzung der Seite |
Liebe BesucherInnen unserer Internetseite
Momentan gibt es sehr viele aktuelle Aktionen und Informationen des IZF. Wenn Sie ein bestimmtes Thema suchen, wie z.B. Integrationslotsen, die internationalen Spielefeste, Mustafa Alcali, Termine (Rechtsberatung und Mitgliederversammlungen) oder Flüchtlinge bitte weiter nach unten auf dieser Seite gehen. Auf der linken Seite dieser Homepage haben Sie direkten Zugang zu langfristigen Infos und Unterlagen wie Satzung, Selbstverständnis des Vereins und einen Überblick über die Termine der Rechtsberatung. Johannes Hartmann (Artikel zu früheren Spielefesten unter "Mehr lesen")
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| Termine 2011 / 2012 |
Termine
Rechtsberatung um 19 Uhr in der Bibliothek, Albert Stohr Haus linker Eingang, Ludwigstraße 34, Friedberg:
Christof Momberger - Ausländerrecht: Donnerstag, 2.2. Gottfried Krutzki - Arbeits- und Sozialrecht: Donnerstag, 9.2. Anmeldung telefonisch bei "Frauen, Arbeit, Bildung" (FAB): 06031 693719 – 64 oder über e-mail:
 Nächste öffentliche Mitgliederversammlung des IZF um 19.30 Uhr im Weinhaus Röder, Hanauer Straße 6 in Friedberg: Donnerstag, 23.2.
Antinazidemo in Dresden. Die Antifabi will einen Bus organisieren, was davon abhängt, wie viele MitfahrerInnen sich anmelden. Abfahrt am 18.2. um 1 Uhr nachts "Unser erklärtes Ziel ist es den Neonaziaufmarsch in Dresden Geschichte werden zu lassen. Wir möchten wieder einen Bus am Samstag (18. Februar) nach Dresden organisieren um ein deutliches Zeichen zu setzten und die Nazis nötigenfalls zu blockieren.Damit wir einen solchen Bus organisieren können bräuchten wir innerhalb der nächsten Woche (bis zum (03.02.2012) die verbindliche Zusage von über 30 Personen.Der Bus würde dann am 18. Februar um 1 Uhr nachts abfahren und voraussichtlich am 19. Februar auch um ca. 1 Uhr wieder in Friedberg ankommen. Die Tickets kosten 25€. Die Zusagen ist verbindlich. Wer jetzt zusagt, muss (sollte ein Bus aus Friedberg fahren) 25€ zahlen. Ob die Person dabei ist oder nicht. Zur Zusagen bitte eine Mail an: BusFB@t-online.de senden. Mit einem uns bekannten Namen. Wir würden uns dann am 03.02.2012 bei euch melden und Bescheid sagen, ob ein Bus zustande kommt oder nicht. Sollte kein Bus aus Friedberg fahren, würden wir uns dann (wenn ihr weiterhin mit wollt) um Bus Tickets aus der Umgebung kümmern."
11. Internationales Spielefest 2012 auf der Seewiese am Sonntag, den 24.6.12 von 11 Uhr bis 18 Uhr
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| Demonstration für ein humanes Bleiberecht |
Bleiberecht für alle!
"Keine Mauern um Europa, Bleiberecht für alle, jetzt!" oder "No Border, No Nation, Stop Deportation" waren zwei zentarle Forderungen der Demonstration, die am 7.12. um 17 Uhr vom Wiesbadener Hauptbahnhof aus durch die Stadt lief und mehrere Zwischenkundgebungen abhielten, weil genau zu dieser Zeit in Wiesbaden das Innenministertreffen stattfindet, das über den Status von Flüchtlinge und das Bleiberecht entscheiden kann. Frühere Demonstrationen und der Einsatz von Menschen für die Rechte der Flüchtlinge haben immerhin bewirkt, dass für viele Flüchtlinge das vorläufige Bleiberecht für jetzt insgesamt für 4 Jahre beschlossen wurde. Diese Regelung läuft jetzt aus, ohne dass die Betroffenen wissen, wie es mit ihnen weiter geht. Es wurde deutlich gemacht, dass dies inhuman ist und die betroffenen Menschen daran hindert, sich zu verwurzeln und in einer Gesellschaft anzukommen, an der sie sich demokratisch beteiligen möchten. Bei den meisten ist klar, dass sie nach so langer Zeit hier heimisch geworden sind und nicht mehr weg wollen oder wegkönnen. Organisiert wurde die Demo, an der ca. 350 sehr lebendig teilnahmen, von "Jugendliche ohne Grenzen" und vom hessischen Flüchtlingsrat. Gekommen waren vor allem Jugendliche Flüchtlinge aus allen Teilen Deutschlands, die von Flüchtlingsorganisationen und Bekannten unterstützt wurde. Auch aus Friedberg waren einige Leute angereist. Die Forderungen an die Innenminisetrkonferenz waren klar vor allem: Ein großzügigens Bleiberecht für alle, keine weiteren Abschiebungen und Beteiligung an internationalen Initiativen zur regelmäßigen Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland aus dem Resettlementprogramm und den nordafrikanischen Flüchtlingslagern wie Coucha. Näheres zu den Forderungen können Sie unter "Mehr lesen" dem Aufruf von JoG entnehmen.
 Die Auftaktkundgebung vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof
 Und eine Zwischenkundgebung am geschichtsträchtigen Platz der ehemaligen Synagoge
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| Weihnachtsmarkt - Verlorene Liebesmüh |
Verlorene Liebesmüh? Teilmnahme des IZF am Weihnachtsmarkt neben der Stadtkirche mit Kartoffelpuffern mit Lachs, Tsatsiki oder Apfelmus. Auch das Rezeptheftchen mit internationalen Rezepten für leckeres Gebäck gibt es wieder. Samstag, 3.12. von 10 - 16.30 Uhr an der Stadtkirche Friedberg So war die Anündigung. Nach der langen Periode schönen Wetters haben wir aber mit dem Weihnachtsmarkttermin leider die schlechtesten Karten gehabt. Die Vorbereitung klappte wunderbar, und frohen Mutes bauten wir morgens den Stand auf. Auch der Regen machte uns nicht verdrossen. Aber dann kam der Sturm. Alles flog uns um die Ohren und um 2 Uhr bestand große Gefahr, dass der Wind das Zelt wegreißt, obwohl an jeder Ecke jemand stand, der es festhielt. Wir waren die letzten, die auf der Straßenseite noch durchhielten, aber dann kamen auch keine Leute mehr vorbei. So brachen wir um ca 14 Uhr das Zelt ab. Einen Teil der Kartoffelpuffermasse, von Tsatsiki, Lachs und Apfelmus konnten wir noch an die anwesenden MitstreiterInnen verteilen. Da später noch die Reste geholt wurden und auch dadurch noch Einnahmen entstanden, gelang es uns nicht nur kein Minus zu machen, sondern einen klitzekleinen Erlös von 55,00 € zu erziehlen. Und wir brauchten nichts wegzuwerfen. Der Erlös, der ja für Rechtshilfe für einen uns bekannten Flüchtling gesammelt werden sollte, ist minimal. Trotzdem war es das Risiko wert. Wir haben beschlossen, auch die Ausgaben für den Stand von 165 Euro dem Zweck "Rechtshilfe" zur Verfügung zu stellen, sodass jetzt ein Betrag von 220 Euro dafüt zustande gekommen ist. Ein Fazit der Aktion war, dass wir auf jeden Fall einen festeren Pavillon brauchen (der jetzige war schon sehr morsch) Außerdem wollen wir versuchen, nächstes Jahr einen anderen Standort zu erhalten, aber das wollen sicher alle. Auf jeden Fall gilt großer Dank allen, die trotz der widrigen Bedingungen mitgemacht haben. Einen kleinen Eindruck von der Aktion sollen die beiden Bilder vermitteln
 Hier waren alle noch frohen Mutes
 Hier hatten wir schon die Seitenwände abmachen müssen und an jedem Pfosten des Pavillons musste einer festhalten. Dann flog aber alles in der Gegend herum, was nicht niet- und nagelfest war. Unsere Infoplakate konnten wir bis auf eines schon gar nicht aufstellen.
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| Podiumsdiskussion: Für ein humanes Bleiberecht |
Höchste Zeit für eine humane Flüchtlingspolitik Mehr Publikum hätte man der hochinformativen Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in der Stadtkirche gewünscht. Zwar musste Moderatorin Claudia Ginkel zu Beginn zwei der Podiumsteilnehmer entschuldigen: Der Vertreter des hessischen Flüchtlingsrates, Timmo Scherenberg, war erkrankt und Bürgermeister Keller steckte in Haushaltsberatungen fest. Doch die übrigen Teilnehmer waren gut vorbereitet und konnten die von Moderatorin Ginkel aufgeworfenen Fragen zur Zufriedenheit des Publikums erörtern.
 Die TeilnehmerInnen am Podium von rechts: Reinhardt Asche, Hildegund Niebch, Pfarrerin Claudia Ginkel, Ahmed Numann und Johannes Hartmann
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| Evaluationstreffen der Integrationslotsen |
Großer Fortschritt für die Familien Eine große Runde von Personen kam bei dem diesjährigen Evaluationstreffen der Integrationslotsen in Friedberg zusammen. Der Vorsitzende des Trägervereins IZF Johannes Hartmann und Vorstandsmitglied Sabine Schäfer konnten neben 11 Integrationslotsinnen und -lotsen den 1. Kreisbeigeordneten Helmut Betschel-Pflügel, von der FAB Irmhild Neidhardt und Silke Wegner und von der Fachstelle sonstige soziale Hilfen und Migration die neue Dienststellenleiterin Tanja Bretthauer sowie die Mitarbeiterinnen und Unterstützerinnen des Projektes, Katja Liebscher und Britta Rennekamp, begrüßen. Betschel-Pflügel betonte, er halte das Projekt für erfolgreich und sehr wichtig. Wegen der steigenden Zahlen von Flüchtlingen, die dem Wetteraukreis zugewiesen würden und von der Fachstelle zu betreuen seien, sei es in näherer Zukunft nicht möglich, die beiden Mitarbeiterinnen Liebscher und Rennekamp weiter wie bisher für die Unterstützung der Integrationslotsen einzusetzen. Sie würden vom Tagesgeschäft voll in Anspruch genommen. Er wisse, dass das Integrationslotsenprojekt auf eine solche Unterstützung angewiesen sei, habe die Situation aber so bei seiner Amtsübernahme vor etwa 4 Wochen vorgefunden. Er suche intensiv nach einer Lösung, damit das Lotsenprojekt nicht nur fortgeführt, sondern auch in die Wetterau hinein ausgeweitet werden könne. Dies fand den Beifall der Anwesenden, die sich dann nach einer Stärkung bei Essen und Getränken der Evaluationsphase des Treffens zuwandten, die unter Leitung von Liebscher und Rennekamp in gemütlicher Atmosphäre mit Gruppenarbeit und Auswertungsphase stattfand.
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| Theaterstück im Rahmen der interkulturellen Woche: Die Im Dunkeln |
Theaterstück des theaterperipherie im Rahmen der interkulturellen Woche im Wetteraukreis: Die Im Dunkeln Das Theaterprojekt „theaterperipherie“ aus Frankfurt stellte mit dem Theaterstück „Die Im Dunkeln“ im Junity Friedberg Menschen ohne Papiere bzw. Nicht-EU-Bürger dar, die ohne Aufenthaltsstatus in Europa und in Deutschland leben. Die Bezeichnung „Illegale“ wird als menschlich diskriminierend abgelehnt. Menschen ohne Papiere befinden sich im Spannungsfeld zwischen Ordnungspolitik und Menschenrechten. Zahlreiche Studien befassen sich mit dem Thema, versuchen die Zahl der Menschen ohne Aufenthaltsstatus zu schätzen und ihre Lebensbedingungen zu analysieren. Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Menschenrechtsorganisationen fordern die Verbesserung der Lebenssituation, insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Schulbildung für Kinder und Schutz von Arbeitnehmerrechten. Die Darsteller und die Darstellerin von „theaterperipherie Frankfurt“ stellen die Ziele, Hoffnungen und Ängste der Menschen ohne Papiere in den Mittelpunkt ihres Theaterstücks und buchstäblich in den Mittelpunkt des Publikums.
Mit Training versuchen sich die Flüchtlinge im Abschiebecamp fit zu halten
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| Unterstützen Sie den Appell für die Flüchtlinge in Choucha |
16.06.2011 Unterschriftenaktion: Fluchtwege öffnen, Flüchtlinge aufnehmen! Voices from Choucha: Unterzeichnen auch Sie den Appell! Initiatoren des Appells: Pro Asyl, medico international, Borderline Europe, Afrique-Europe-Interact, Welcome to Europe, Komitee für Grundrechte und Demokratie
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| 10. Internationales Spielefest 2011 |
10. Internationales Spielefest: Erfolgreiches Jubiläum Internationaler Treffpunkt Seewiese Entgegen den Erwartungen, die ein Blick auf den regnerischen Himmel am Morgen zuließ, hatte das diesjährige Fest doch die Chance, sich bis zum Nachmittag gegen 17 Uhr voll zu entfalten. Bei tropischen Temperaturen tummelten sich Menschen vieler in Friedberg vertretenen Herkunftsländer am Sonntag auf der Seewiese. Mit den Besucherzahlen waren die Organisatoren mehr als zufrieden. Nur etwas mehr „Urfriedberger“ hätte man sich gewünscht.
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