Aufnahme von Flüchtlingen jetzt!

Aktionen für die Aufnahme von Flüchtlingen von den griechischen Inseln unter dem Motto: „LeaveNoOneBehind!“

Aktion: „Wir haben Platz“ am 20.02.2021 von 10:30 – 12:00 Uhr in Friedberg auf dem Elvis Presley Platz:

Die prekäre und lebensbedrohliche Lage in den Lagern auf den griechischen Inseln und bei Lipa in Bosnien erfahren viel zu wenig Aufmerksamkeit und Protest. Außerdem hat Deutschland längst nicht die Zahl von Flüchtlingen aus diesen Gebieten aufgenommen, zu der es sich bei der europäischen Krisenkonferenz Ende letzten Jahres verpflichtet hatte. Das Leid der in den Lagern unter lebensbedrohenden Umständen lebenden Menschen, darunter vieler Frauen und Kinder, wird von der EU und ihren Mitgliedsstaaten einfach ausgesessen. Das können wir nicht einfach so hinnehmen. Gleichzeitig gibt es in Deutschland viele Kommunen, die sich in der Aktion „Seebrücke“ zusammengeschlossen haben und bereit sind, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Sie erhalten dafür aber nicht die Erlaubnis der Bundesregierung.

Um dies publik zu machen und unseren Protest auszudrücken, organisierten wir eine  Aktion mit Stühlen: Alle Teilnehmer*innen bringen einen Stuhl mit, an dem sie ein Plakat befestigen können, z.B. mit der Aufschrift „Wir haben Platz“ oder ähnliche zum Thema passenden Plakate mit einer kurzen Aufschrift. Leider haben wir in Friedberg die europaweite Aktion von Seebrücke am 31.01. 22021 in Friedberg verpasst. Aber das konnte uns nicht daran hindern, selbst und hier vor Ort etwas zu tun. Immerhin nahmen ca. 45 Personen mit Stühlen und Plakaten an der Veranstaltung teil. Das Wetter war schön und es gab viele interessante Gespräche, wenn auch meist unter den Teilnehmer*innen selbst, die sich wegen Corona zum Teil schon länger nicht mehr gesehen hatten. Hier einige Bilder von der Aktion:

Hier der WZ-Artikel über die Aktion: WZ Artikel vom 22022021

Die Wetterauer Zeitung hat den Artikel auf die Facebookseite gestellt, auf der es einen von wem auch immer organisierten „Shitstorm“ gab. Über 600 Kurzkommentare der meist übelsten Sorte sammelten sich innerhalb von 3 Tagen an. Die nahm die WZ zum Anlass, auch drüber zu berichten: WZ Bericht zu Facebook

Hier der Leserbrief von Frau Faber aus der WZ: Lerserbrief Frau Faber

Hier gibt es Material dazu: https://seebruecke.org/aufnahme-statt-abschottung-keinpushbackistlegal 

Hier ein Artikel im MIGAZIN über einen Weihnachtsappell 2020 zur Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus Griechenland jetzt.

Und hier der Link zu Aktionen von „Seebrücke“

In der Nacht vom 9. September 2020 zerstörten Feuer das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Knapp 13.000 Menschen, die dort vorher schon unter menschenunwürdigen Bedingungen gelebt haben, sind nun obdachlos und haben erneut alles verloren. Die geflüchteten Menschen befinden sich jetzt auf der Straße – ohne Essen und Trinken oder ein Dach über dem Kopf. Sie müssen jetzt sofort in Sicherheit gebracht werden. Scheinheilig wirft man ihnen vor, an ihrer Situation selbst Schuld zu sein, weil sie das Lager selbst angesteckt hätten. Viele von uns hätten in der jahrelang gewachsenen Aussichtlosigkeit in einem riesigen Slum, das jetzt auch noch hermetisch abgeriegelt werden sollte, genauso gehandelt.

Griechenland muss diese Menschen mit Unterstützung der EU auf das Festland evakuieren und dort angemessen unterbringen. Sie müssen jetzt endlich nach Deutschland und auf andere EU-Mitgliedsstaaten umverteilt werden. 

Die Bundesregierung sollte die Angebote von aufnahmebereiten Kommunen und Bundesländern nutzen, um die Menschen schnell zu evakuieren und umzuverteilen. Langfristig brauchen wir eine solidarische Lösung für die gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik. Aber jetzt muss sofort gehandelt werden! In den vergangenen Tagen sind bereits Tausende in vielen Städten Deutschlands für die Menschen in Moria auf die Straße gegangen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Frauen, Männer und Kinder in dieser katastrophalen Situation allein gelassen werden.

Deutschland hatte sich bereit erklärt, ca. 1300 Flüchtlinge aus dem Langer Moria aufzunehmen. Wie auch hier um Menschen „geschachert“ wird, können Sie im MIGAZIN-Bericht zu einer Anfrage der Abgeordneten Jelpke lesen.

Die Coronakrise und die Europäische Politik hat die Situation von Flüchtlingen vor allem In Lagern wie Moria auf Lebos so verschärft, dass ein „weiter so“ nicht mehr möglich war. Hier ein Bericht aus dem MIGazin vom 18.6.2020

Bericht Berlin erwägt Klage gegen Seehofer wegen seines Verbotes an die Länder, Flüchtlinge freiwillig aufzunehmen.

Und hier der Bericht des UNHCR und des Mixed Migration Centers im Jahr 2020.

Hier ist ein Bericht des Bediendienstes Migration über die Entwicklung der Abschiebehaft Mitte 2020

Der Bericht „Border Experiences and Practices of Refugees“: Er wurde auf Englisch veröffentlicht und kann unter www.respondmigration.com/wp-blog/border-experiences-and-practices-of-refugees-comparative-report heruntergeladen werden. In der RESPOND Working Paper Series finden sich unter www.respondmigration.com/wp-blog ähnliche Berichte zu europäischen Grenzregimen und -praktiken in Italien, der Türkei, Griechenland, Ungarn, Österreich, Polen, dem Vereinigten Königreich und Schweden.

Es sind besondere Zeiten und wir greifen zu besonderen Maßnahmen, die es uns ermöglichen weiterhin kollektiv zu handeln.
Wir lassen niemanden zurück und lassen deswegen keine Ruhe, bis die  Menschen von den Inseln evakuiert sind.
Bitte beteiligt euch.
#LeaveNoOneBehind

Und hier ein Bericht von den Demonstrationen am 5.4.2020 aus der Hessenschau

und FAZ

Aktualisierung am 21.3.20: Wie Mehltau legt sich die Corona-Krise über alle bisherigen Basisaktivitäten und friert sie ein. Deutschland ist ganz und gar mit sich selbst beschäftigt und alle politischen und demokratischen Aktivitäten sind auf Eis gelegt. Man kommt sich etwas vor wie im Märchen: „Dornröschen“ – Warten auf den befreienden Kuss. Wir hoffen, dass sich diese Lähmung bald wieder löst, denn die notleidenden Menschen kann man nicht „auf Eis legen“.

Hier der Newsticker von Pro Asyl für Flüchtlinge und Unterstützende in Zeiten des Corona Virus.

Hier ein Artikel vom Mediendienst Integration: „Was ist die Alternative zum EU-Türkei Flüchtlingsdeal?“

Die griechisch-türkische Grenze darf nicht menschenrechtsfreie Zone bleiben!

Am Freitagnachmittag 13.3. von 17 – 19 Uhr hat das Internationale Zentrum Friedberg eine Mahnwache an der „Kleinen Freiheit“ am Elvis Presley-Platz durchgeführt. Mehr als 60 deutsche Städte haben sich zu einem Bündnis „Sichere Häfen / Seebrücke“ zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich über ihren ursprünglichen Anteil an der Flüchtlingsaufnahme hinaus dazu, Menschen aufzunehmen und haben den Platz dazu. Die Bunderegierung muss das Verbot der Aufnahme zurücknehmen. Auch Friedberg sollte sich dieser Initiative anschließen.


Für diese Forderung hat das IZF am Freitag Unterschriften gesammelt und ist bei Vielen auf offene Ohren gestoßen. Die Grünen Friedberg haben eine Online Petition dafür organisiert: Online Petition unterschreiben
Hier können Sie das Flugblatt zur Mahnwache lesen.: Aufnahme von Flüchtlingen jetzt

Hier ein Artikel über die Situation an der Grenze vom Mediendienst Integration vom 13.3.2020

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