Aufnahme von Flüchtlingen jetzt!

Aktionen für die Aufnahme von Flüchtlingen von den griechischen Inseln unter dem Motto: „LeaveNoOneBehind!“

Hier zunächst die wichtigsten Punkte und Kritik der „Asylkompromissvorschläge“ der EU-Kommission, bei denen sich die aufnahmeunwilligen Staaten auf ganzer Linie durchgesetzt haben- (Artikel des Mediendienstes Migration vom 25.9.2020).

In der Nacht vom 9. September 2020 zerstörten Feuer das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Knapp 13.000 Menschen, die dort vorher schon unter menschenunwürdigen Bedingungen gelebt haben, sind nun obdachlos und haben erneut alles verloren. Die geflüchteten Menschen befinden sich jetzt auf der Straße – ohne Essen und Trinken oder ein Dach über dem Kopf. Sie müssen jetzt sofort in Sicherheit gebracht werden. Scheinheilig wirft man ihnen vor, an ihrer Situation selbst Schuld zu sein, weil sie das Lager selbst angesteckt hätten. Viele von uns hätten in der jahrelang gewachsenen Aussichtlosigkeit in einem riesigen Slum, das jetzt auch noch hermetisch abgeriegelt werden sollte, genauso gehandelt.

Griechenland muss diese Menschen mit Unterstützung der EU auf das Festland evakuieren und dort angemessen unterbringen. Sie müssen jetzt endlich nach Deutschland und auf andere EU-Mitgliedsstaaten umverteilt werden. Mach mit auf amnesty.org bei der internationalen Online-Aktion an die griechische Regierung! (Hier kann man auch einen Protestbrief an den griechischen Innenminister unterschreiben, mit der Aufforderung, die Flüchtlinge auf das Festland zu evakuieren.)

Die Bundesregierung sollte die Angebote von aufnahmebereiten Kommunen und Bundesländern nutzen, um die Menschen schnell zu evakuieren und umzuverteilen. Langfristig brauchen wir eine solidarische Lösung für die gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik. Aber jetzt muss sofort gehandelt werden! In den vergangenen Tagen sind bereits Tausende in vielen Städten Deutschlands für die Menschen in Moria auf die Straße gegangen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Frauen, Männer und Kinder in dieser katastrophalen Situation allein gelassen werden.

Die Coronakrise und die Europäische Politik hat die Situation von Flüchtlingen vor allem In Lagern wie Moria auf Lebos so verschärft, dass ein „weiter so“ nicht mehr möglich war. Hier ein Bericht aus dem MIGazin vom 18.6.2020

Bericht Berlin erwägt Klage gegen Seehofer wegen seines Verbotes an die Länder, Flüchtlinge freiwillig aufzunehmen.

Und hier der Bericht des UNHCR und des Mixed Migration Centers im Jahr 2020.

Hier ist ein Bericht des Bediendienstes Migration über die Entwicklung der Abschiebehaft Mitte 2020

Der Bericht „Border Experiences and Practices of Refugees“: Er wurde auf Englisch veröffentlicht und kann unter www.respondmigration.com/wp-blog/border-experiences-and-practices-of-refugees-comparative-report heruntergeladen werden. In der RESPOND Working Paper Series finden sich unter www.respondmigration.com/wp-blog ähnliche Berichte zu europäischen Grenzregimen und -praktiken in Italien, der Türkei, Griechenland, Ungarn, Österreich, Polen, dem Vereinigten Königreich und Schweden.

Es sind besondere Zeiten und wir greifen zu besonderen Maßnahmen, die es uns ermöglichen weiterhin kollektiv zu handeln.
Wir lassen niemanden zurück und lassen deswegen keine Ruhe, bis die  Menschen von den Inseln evakuiert sind.
Bitte beteiligt euch.
#LeaveNoOneBehind

Hier der Link zu den Aktionen von „Seebrücke“

Und hier ein Bericht von den Demonstrationen am 5.4.2020 aus der Hessenschau

und FAZ

Aktualisierung am 21.3.20: Wie Mehltau legt sich die Corona-Krise über alle bisherigen Basisaktivitäten und friert sie ein. Deutschland ist ganz und gar mit sich selbst beschäftigt und alle politischen und demokratischen Aktivitäten sind auf Eis gelegt. Man kommt sich etwas vor wie im Märchen: „Dornröschen“ – Warten auf den befreienden Kuss. Wir hoffen, dass sich diese Lähmung bald wieder löst, denn die notleidenden Menschen kann man nicht „auf Eis legen“.

Hier der Newsticker von Pro Asyl für Flüchtlinge und Unterstützende in Zeiten des Corona Virus.

Hier ein Artikel vom Mediendienst Integration: „Was ist die Alternative zum EU-Türkei Flüchtlingsdeal?“

Die griechisch-türkische Grenze darf nicht menschenrechtsfreie Zone bleiben!

Am Freitagnachmittag 13.3. von 17 – 19 Uhr hat das Internationale Zentrum Friedberg eine Mahnwache an der „Kleinen Freiheit“ am Elvis Presley-Platz durchgeführt. Mehr als 60 deutsche Städte haben sich zu einem Bündnis „Sichere Häfen / Seebrücke“ zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich über ihren ursprünglichen Anteil an der Flüchtlingsaufnahme hinaus dazu, Menschen aufzunehmen und haben den Platz dazu. Die Bunderegierung muss das Verbot der Aufnahme zurücknehmen. Auch Friedberg sollte sich dieser Initiative anschließen.


Für diese Forderung hat das IZF am Freitag Unterschriften gesammelt und ist bei Vielen auf offene Ohren gestoßen. Die Grünen Friedberg haben eine Online Petition dafür organisiert: Online Petition unterschreiben
Hier können Sie das Flugblatt zur Mahnwache lesen.: Aufnahme von Flüchtlingen jetzt

Hier ein Artikel über die Situation an der Grenze vom Mediendienst Integration vom 13.3.2020

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.